Lazarz

Meerschweinchen

Fallatlas: Veränderungen der Geschlechtsorgane und des Harntrakts

 

Atemprobleme durch RETEZYSTEN

LEIOMYOM in der Uteruswand

 

Atemprobleme durch RETEZYSTEN

Meerschweichen MARINA: weiblich, ca. 4 Jahre alt, Gewicht: 1120 g,

Überweisungspatient; akute Atembeschwerden durch beiderseitige Retezysten, die das Darmkonvolut und die übrigen Bauchorgane verdrängen und durch den verstärkten Druck auf das Zwerchfell zur akuten Atemnot führten.

 

Die Zysten waren schon mehrfach zuvor punktiert worden und das Tier einer Gonadotropin-Releasing-Hormon-Therapie unterzogen worden, aber die Zysten füllten sich immer wieder.

Auf den Röntgenbildern sind eine große Retezyste links und eine etwas kleinere Zyste rechts zu sehen, die zusammen etwa 2/3 des Bauchraums besetzen.

 

Oben (links) die größere und unten (rechts) die kleinere Zyste.
Die linke Retezyste in voller Größe (7,2 x 2 cm).

Die Zysten werden mit Gebärmutter und Eierstöcken als Totaloperation entfernt.

Das Tier übersteht die Operation ohne Komplikationen und läuft schon wenige Stunden nach der OP in einer 5er-Gruppe mit und frisst bei normaler Atmung. Die klinische Untersuchung beim Fädenziehen nach 9 Tagen zeigt ein gesundes Tier.

MARTINA bleibt bis zum Alter von 6 1/2 Jahren gesund, wird dann aber wegen Altersbeschwerden euthanasiert.

 


 

LEIOMYOM in der Uteruswand

Meerschweinchen STERNCHEN: weiblich, Alter unbekannt, Überweisungspatient; vorberichtlich wird der Bauchumfang immer größer; das Allgemeinbefinden ist ungestört. Gewicht 1.360 g.

 

STERNCHEN mit riesigem Bauch geschoren zur OP
Eröffnung der Bauchhöhle
Eine Straußenei große Umfangsvermehrung kommt zum Vorschein

Die Umfangsvermehrung ist herausoperiert worden. Sie wiegt 590 g. Es wurde eine Totaloperation mit Kastration durchgeführt und das Meerschweinchen wiegt nur noch 770 g.

Patho-Histo: LEIOMYOM (gutartiger Tumor) der Uteruswand.

2 Stunden nach der OP läuft STERNCHEN munter mit ihrem Begleitmeerschweinchen herum und frisst. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert!

Die Operationswunde war zum Fädenziehen nach 10 Tagen gut verheilt und das Tier bei gutem Allgemeinbefinden.

Nach einem halben Jahr wurde STERNCHEN ein unterer Schneidezahn erfolgreich entfernt.

1 ½ Jahre nach der Gebärmutteroperation verstirbt Sternchen an einer Leukose.

Tierärztliche Praxis für Heimtiere & Kleintierpraxis | Dr. Bernhard Lazarz - Fachtierarzt für Heimtiere

Zusatzbezeichnung Zahnheilkunde

Zum Lith 105 | 47055 Duisburg (Wanheimerort) | Tel.: 0203 / 77 70 35