Lazarz

Wie putze ich die Zähne meines Hundes ?

 

Du solltest Deinem Hund die Zähne täglich, mindestens 2 mal wöchentlich putzen. Es ist gar nicht so schwierig wie Du vielleicht meinst.

Zuerst besorgst Du Dir am besten bei Deinem Tierarzt eine geeignete Zahnbürste. Nimm keine Kinderzahnbürste, die ist gewöhnlich zu hart für Deinen Liebling. Die ideale Zahnbürste hat einen langen Griff, einen gewinkelten Kopf, um besser in der Maulhöhle agieren zu können, und extra weiche Borsten. Eventuell kannst Du auch eine Fingerzahnbürste benutzen. Um den Finger gewickelte Gaze tut es auch.

Dann muß die geeignete Zahncreme gewählt werden.
Die bekommst Du auch bei Deinem Tierarzt in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Hühnchen, Rind oder Malt.
Vermeide die Zahncremes für Menschen, welche zu „scharf“ für die Maulschleimhäute Deines Hundes sind.
Sie sollte Enzyme zur Plaquekontrolle und Fluoride zur Bakterienreduzierung und Härtung des Zahnschmelzes besitzen.

Jetzt musst Du nur noch die Zahnbürste mit der Zahncreme in die Maulhöhle Deines Hundes bringen. Die meisten Tiere akzeptieren das, wenn Du es liebevoll und vorsichtig angehst.
Wenn man mit dem Zähneputzen im Welpenalter anfangen kann, so ist es recht einfach, aber auch ältere Hunde akzeptieren diesen Prozess noch gut.

Am besten beginnst Du langsam mit einem Waschlappen oder einem Stück Gaze über die Zähne zu wischen, vorne und hinten in gleicher Weise wie Du dann die Zahnbürste benutzen willst.
Wenn Du das 2 x täglich für 2 Wochen machst, wird sich Dein Tier daran gewöhnen. Dann kannst Du die Hundezahnbürste in warmes Wasser tauchen und mit dem Putzen für einige Tage beginnen.
Wenn Dein Liebling das Büsten toleriert, setze die Zahncreme ein.

Die Borsten der Zahnbürste sollen auf dem Zahnfleischsaum, dem Übergang von Zahnfleisch zu Zahn, in einem Winkel von 45 Grad angesetzt werden.

Die Bürstbewegung sollte sich in ovalen Mustern vollziehen. Stelle sicher, daß die Borsten mit sanftem Druck die Zahnbasis, aber auch die Zahnzwischenräume bürsten. 10 kurze Hin- und Herbewegungen schließen den Putzvorgang ab, dann sollte an anderer Stelle weitergebürstet werden.
3 oder 4 Zähne können in einem Arbeitsgang bearbeitet werden.

Die Außenflächen der oberen Zähne verlangen bei den meisten Hunden die größte Aufmerksamkeit.
Die Innenflächen der Zähne kannst Du putzen, indem Du die Maulhöhle durch ein Stück Holz, einen Ast oder auch andere Gegenstände sperrst.

Zusammengefasst kann gesagt werden:
tägliches, mindestens 2 x wöchentliches Zähneputzen mit einer enzymatischen Zahncreme gehört zur Hundepflege dazu.

Wenn Du diese aktive Rolle in der Zahnpflege für Deinen Liebling übernimmst, wirst Du helfen, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, schlechten Atem und lebensverkürzende Herz- und Nierenerkrankungen zu verhindern.

DAVON PROFITIERT IHR BEIDE!

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Tierärztliche Praxis für Heimtiere & Kleintierpraxis | Dr. Bernhard Lazarz - Fachtierarzt für Heimtiere

Zusatzbezeichnung Zahnheilkunde

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